Wie Universitätskliniken Personalengpässe früh erkennen und systematisch reduzieren können
Pressemitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern
Pressemitteilungen
Presse In diesem Bereich finden Vertreter/innen der Medien die Pressemitteilungen, unter Publikationen z.B. das KV-Journal oder den Qualitätsbericht und Hintergrundinformationen der Kassenärztlichen Vereinigung M-V. Pressemitteilungen Aktuell 01.06.2026 | Resolution der VertreterversammlungVertreterversammlung verabschiedet Resolution zum geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz In einer am Samstag, den 30. Mai 2026 einstimmig beschlossenen Resolution der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern weist diese die im geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Eingriffe in die ambulante Versorgung und in die ärztliche Selbstverwaltung entschieden zurück. Pressemitteilung herunterladen (PDF, 303 kB) 01.04.2026 | Gemeinsame PressemitteilungÄrztlicher Bereitschaftsdienst erhält festen Sitz im Helios Hanseklinikum Stralsund Am 1. April 2026 eröffnet die KVMV eine Bereitschaftsdienstpraxis im Helios Hanseklinikum Stralsund. Ab diesem Zeitpunkt ist der ärztliche Bereitschaftsdienst der Hansestadt ausschließlich im Klinikum angesiedelt und nicht wie vorher in wechselnden ärztlichen Praxen. Ziel ist es, die ambulante und stationäre Versorgung besser zu verzahnen und Patientinnen und Patienten weiterhin eine verlässliche, dauerhafte Anlaufstelle zu bieten. Pressemitteilung herunterladen (PDF, 173 kB) 31.03.2026 | Gemeinsame PressemitteilungEröffnung der Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstpraxis an der Universitätsmedizin Greifswald Die KVMV eröffnet gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald am 1. April 2026 eine neue Bereitschaftsdienstpraxis direkt am Krankenhausstandort. Ziel ist es, die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten außerhalb der regulären Sprechzeiten der vertragsärztlichen Praxen zu verbessern, die richtige Versorgungsebene bei Erkrankungen zu finden sowie die Notaufnahme nachhaltig zu entlasten und diese somit für schwere Fälle besser zugänglich zu machen. Pressemitteilung herunterladen (PDF, 205 kB) 16.03.2026 | Resolution von Vertreterversammlung und Vorstand der KVMVVertreterversammlung und des Vorstandes der KVMV verurteilen Absenkung der Vergütung ambulanter psychotherapeutischer Leistungen Die Vertreterversammlung und der Vorstand der KVMV verurteilen ausdrücklich die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 11.03.…
Integration internationaler Pflegekräfte: Was sich in Kliniken bewährt hat
Zurück zum BlogDas Wichtigste in Kürze: Anwerbung allein reicht nicht. Wo Integration als nachgelagerte Aufgabe verstanden wird, entstehen fachliche, organisatorische und menschliche Reibungsverluste [1]. In den ersten sechs, meist eher zwölf Monaten bringt eine internationale Pflegekraft dem Team kaum Entlastung – wer das nicht offen sagt, produziert Enttäuschung auf beiden Seiten [2]. Kliniken, die Integration seit Jahren erfolgreich betreiben, haben dafür feste Strukturen geschaffen: Integrationskoordination, strukturiertes Onboarding, Mentoring, Sprachförderung über das B2-Zertifikat hinaus, vorbereitete Teams und Unterstützung im Alltag. Dieser Leitfaden fasst zusammen, was sich in der Praxis bewährt hat – mit Quellenangaben zu jedem Beispiel. Stand: September 2026. Grundlage sind Erfahrungsberichte und Fachbeiträge aus dem E-Book „Ausländische Pflegekräfte 2026“ (Bibliomed) sowie die dort zitierte Forschung. Warum Integration Chefsache ist Das Hessische Institut für Pflegeforschung hat im Projekt „TransCareKult“ untersucht, wie Integration in Pflegeteams gelingt. Zentrales Ergebnis: Sie gelingt nur als wechselseitiger, dialogorientierter Prozess – Offenheit der neuen Kolleginnen und Kollegen reicht nicht, es braucht eine gelebte Willkommens- und Anerkennungskultur im Team. Und: Die eigentliche Integrationsarbeit leisten die internationalen Mitarbeitenden und die Pflegeteams selbst, nicht die Führungsebene [3]. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich viele Teams wegen Personalmangel und Fluktuation als geschwächt erleben. Genau dort scheitern Einarbeitungen am häufigsten – besonders, wenn mehrere internationale Kolleginnen gleichzeitig eingearbeitet werden müssen [3]. Die Führungscoach Heike Beck-Cobaugh beschreibt die Folgen fehlender Strukturen: Stationsleitungen werden mit der Aufgabe alleingelassen, im Stammpersonal entsteht Neid über vermeintliche „Goodies“ für die Neuen (Unterkunft, Behördenhilfe, Nachsicht), einzelne Mitarbeitende verweigern gemeinsame Schichten aus Angst vor Überforderung – und die internationalen Kolleginnen ziehen sich zurück [2]. Ihr Fazit und das der HR-Leiterin Linda König-Balija (Celenus/salvea) ist identisch: Integration ist Chefsache [2][4].…