Schichtplanung bei Personalmangel: Lösungen für OP-Pflegekräfte in Krankenhaus
Stress im Dienst? Wir prüfen, ob Mental Health-Apps für Pflegekräfte wirklich helfen, welche Grenzen sie haben und worauf Du bei der Auswahl achten solltest.
Mental Health-Apps: Echte Hilfe im Pflegealltag oder nur Spielerei?
19. November 2025 | Alexandra Teixeira Mental Health-Apps: Echte Hilfe im Pflegealltag oder nur Spielerei? Der Wecker klingelt, und oft beginnt der Stress schon, bevor der eigentliche Dienst angefangen hat. Ein Blick auf das Handy verrät: Zwei Kolleg:innen haben sich krankgemeldet, der Dienstplan ist wieder einmal hinfällig. Für viele Pflegekräfte ist das keine Ausnahme, sondern der normale Start in den Tag. Stressige Dienste, Überstunden und emotionale Schwerstarbeit gehören zum Berufsbild, doch die Belastungsgrenze ist bei vielen längst erreicht. Inmitten dieses herausfordernden Alltags wächst ein neuer Markt rasant: Mental Health-Apps. Ob Achtsamkeitstraining in fünf Minuten, digitales Schlafcoaching oder Tagebücher zur Stressbewältigung – das Angebot ist riesig. Die Versprechen klingen verlockend: Mehr Resilienz, weniger Erschöpfung und innere Ruhe per Knopfdruck. Doch kann eine App auf dem Smartphone wirklich eine Stütze in einem Beruf sein, der physisch und psychisch so viel abverlangt? Handelt es sich um sinnvolle digitale Werkzeuge für Deine Gesundheit, oder ist es am Ende doch nur eine gut gemeinte Spielerei, die von den eigentlichen Problemen ablenkt? Wir haben uns das Thema genauer angesehen, um Dir eine Orientierungshilfe im digitalen Dschungel zu geben. Warum die mentale Gesundheit von Pflegekräften im Fokus steht Es ist kein Geheimnis, dass Pflegekräfte das Rückgrat unseres Gesundheitssystems bilden. Ob im Krankenhaus, in der stationären Altenpflege, in Wohngruppen oder im ambulanten Dienst – Du trägst täglich eine enorme Verantwortung. Diese Verantwortung lastet jedoch oft auf Schultern, die bereits schwer zu tragen haben. Die Belastungsfaktoren sind vielfältig und addieren sich oft zu einem gefährlichen Mix: Schichtdienst und Rhythmuswechsel: Der ständige Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtdiensten bringt die innere Uhr durcheinander und erschwert regelmäßige Erholungsphasen. Hohe emotionale Anforderungen: Du begleitest Menschen in ihren verletzlichsten Momenten, stehst Sterbenden bei und tröstest Angehörige. Das erfordert viel Empathie, zehrt aber auch an den eigenen Kräften. Personalmangel und Zeitdruck: Das Gefühl, nie wirklich „fertig“ zu werden oder den eigenen Ansprüchen an eine gute Pflege nicht gerecht werden zu können, ist ein ständiger Begleiter.…
Altenpflege in Deutschland: Berufsbild, Ausbildung und Fachkräftemangel
Zurück zum BlogDie Altenpflege ist einer der wichtigsten – und zugleich am stärksten unter Druck stehenden – Berufszweige in Deutschland. Dieser Beitrag erklärt das Berufsbild, die Ausbildung, den Fachkräftemangel und die Wege, ihn zu bewältigen. Einleitung: Warum die Altenpflege heute so wichtig ist Deutschland altert. Mehr als fünf Millionen Menschen gelten inzwischen als pflegebedürftig, und ihre Zahl steigt Jahr für Jahr. Damit wächst auch der Bedarf an qualifizierten Altenpflegerinnen und Altenpflegern, die diese Menschen im Alltag begleiten, medizinisch versorgen und ihnen ein würdevolles Leben ermöglichen. Gleichzeitig ist die Altenpflege der Bereich, in dem der Fachkräftemangel am deutlichsten spürbar ist. Offene Stellen bleiben oft monatelang unbesetzt, und viele Einrichtungen können Plätze nicht mehr voll belegen, weil schlicht das Personal fehlt. Die Altenpflege steht damit exemplarisch für eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Dieser Artikel gibt einen Überblick: Was macht eine Altenpflegekraft eigentlich? Wie sieht die Ausbildung heute aus? Wie groß ist der Personalmangel wirklich – und welche Lösungen gibt es, von der Ausbildung im Inland bis zur Gewinnung internationaler Fachkräfte? Was ist Altenpflege? Das Berufsbild im Überblick Altenpflege umfasst weit mehr als reine Grundpflege. Altenpflegekräfte unterstützen ältere Menschen dabei, ihren Alltag so selbstständig wie möglich zu gestalten, und übernehmen dort Verantwortung, wo Selbstständigkeit nicht mehr ausreicht. Zu den zentralen Aufgaben gehören: Körperbezogene Pflege – Hilfe bei Körperpflege, Ernährung, Mobilität und beim An- und Auskleiden. Medizinische und behandlungspflegerische Aufgaben – Wundversorgung, Medikamentengabe, Blutzuckermessung, Verabreichung von Injektionen und die Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten. Betreuung und soziale Begleitung – Gespräche, Aktivierung, Tagesstrukturierung und die Begleitung in schwierigen Lebensphasen bis hin zur Sterbebegleitung. Dokumentation und Organisation – lückenlose Pflegedokumentation, Pflegeplanung und Abstimmung mit Angehörigen, Ärzten und Therapeuten. Altenpflege ist damit ein anspruchsvoller Beruf, der fachliches Wissen, körperliche Belastbarkeit und ein hohes Maß an Empathie verbindet.…
Wir stärken Pflege
PRESSE DKG zum Internationalen Tag der Pflegenden Wir stärken Pflege 10. Mai 2019 „Pflegerinnen und Pfleger sind das Rückgrat der medizinischen Versorgung in der Klinik. Umso wichtiger ist es, ihnen einen guten Arbeitsplatz zu gewährleisten. Zu einem guten Arbeitsplatz gehört für die meisten Mitarbeiter eine ausreichende Zahl an Kollegen. Deshalb wollen wir mit einem Personalbemessungsinstrument hier die Weichen stellen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Attraktivität des Arbeitsplatzes Krankenhaus zu erhöhen“, erklärt Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden am 12. Mai. Für die Krankenhäuser gehört die Suche nach Pflegepersonal zu den größten Herausforderungen. 15.000 Stellen bleiben derzeit in deutschen Kliniken unbesetzt, weil keine Fachkräfte zur Verfügung stehen. Nunmehr will die DKG im Schulterschluss mit dem Deutschen Pflegerat und ver.di eine bedarfsgerechte Pflegeausstattung definieren. „Wir wollen, dass Pflegenden wieder mehr Wertschätzung entgegengebracht wird und damit auch die Bindung an den Beruf erhöhen. Aus dem aktiven Beruf ausgeschiedene Pflegekräfte könnten sich zur Rückkehr in den Beruf entschließen und Mitarbeiter in Teilzeit ihre Arbeitszeit je nach Lebenslage erhöhen. Und vor allem wollen wir ein Umfeld schaffen, dass sich viele junge Menschen entschließen, den Beruf zu ergreifen. Wir haben in der Vergangenheit mit Maßnahmen, wie langfristiger Dienstplanung, flexiblen Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und vielem mehr die Situation verbessert. Klar ist aber auch, dass der Personalmangel weitere Anstrengungen fordert“, betonte der Präsident. Zu diesen Herausforderungen gehöre auch, dass mittel- und langfristig neue und komplexere Behandlungsaufgaben auf die Pflege im Krankenhaus zukommen. „Wir haben hier große Potentiale, gerade auch wenn wir dies mit anderen Ländern vergleichen. Der Pflege werden verantwortlichere Behandlungsaufgaben zugeordnet werden, die auch dazu führen werden, dass die Attraktivität des Berufes steigt. Ein Teil der Pflegenden wird zukünftig akademisch ausgebildet sein, diese Möglichkeiten müssen wir nutzen“, erklärt der DKG-Präsident. Mit der Einführung eines solchen Bemessungsinstruments würden die starren Pflegepersonaluntergrenzen und auch der Pflegepersonalquotient überflüssig.…