Chinesische Gynäkologen in Deutschland: Approbation und Facharztanerkennung
So läuft die Facharztausbildung für internationale Ärzte: Ablauf, Gehalt nach TV-Ärzte, Weiterbildungsermächtigung, Logbuch und die ersten konkreten Schritte.
Facharztausbildung als ausländischer Arzt in Deutschland: Ablauf, Gehalt und erste Schritte
Ärzte · Facharztausbildung · Internationale Ärzte in Deutschland Facharztausbildung als ausländischer Arzt in Deutschland: Ablauf, Gehalt und erste Schritte Lesezeit ca. 12 Minuten · KlinikDeutsch · Stand: 30. August 2026 Du bist Ärztin oder Arzt aus dem Ausland und möchtest dich in Deutschland zum Facharzt weiterbilden? Das deutsche System unterscheidet sich grundlegend von dem, was du vielleicht aus deinem Heimatland kennst: Es gibt keinen nationalen Zulassungstest, keine Losung von Plätzen, du bewirbst dich direkt beim Krankenhaus, schließt einen echten Arbeitsvertrag ab und verdienst vom ersten Tag an als Arzt. In diesem Beitrag erklären wir, wie die Facharztausbildung abläuft, was du verdienst, und welche Schritte du als internationaler Arzt vor dem Start gehen musst. Inhalt Was ist die Facharztausbildung? Wie läuft sie ab? Vertrag, Supervisor und Logbuch Dauer je nach Fachgebiet Gehalt nach TV-Ärzte: Tabelle Stufe 1–6 Vergleich mit dem MIR in Spanien Wie finde ich eine Weiterbildungsstelle? Voraussetzungen für internationale Ärzte Die ärztliche Hierarchie im Überblick Nächster Schritt: die Fachsprachprüfung (FSP) 1. Was ist die Facharztausbildung? Die Facharztausbildung, offiziell Weiterbildung zum Facharzt, ist die geregelte Ausbildung zur ärztlichen Spezialisierung in Deutschland. Sie ist kein Studium, keine Residency im klassischen Sinne und kein nationaler Wettbewerb: Du wirst von einem Krankenhaus als Assistenzarzt eingestellt und absolvierst deine Weiterbildung im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses. Das System ist durch die Ärztekammern der einzelnen Bundesländer geregelt. Jede Ärztekammer verabschiedet eine eigene Weiterbildungsordnung, die sich inhaltlich jedoch stark an den bundesweiten Empfehlungen der Bundesärztekammer orientiert. Die Inhalte sind daher deutschlandweit weitgehend vergleichbar, die formalen Zuständigkeiten aber länderspezifisch. Am Ende der Weiterbildungszeit legst du die Facharztprüfung ab, eine mündliche Prüfung vor einer Kommission der zuständigen Ärztekammer. Wer besteht, trägt den Titel Facharzt für [Fachgebiet] und ist berechtigt, in ganz Deutschland, und dank europäischem Anerkennungsrecht in der gesamten EU, als Spezialist zu arbeiten. Wichtig für internationale Ärzte: Kein MIR, kein nationales Auswahlverfahren, keine Numerus-clausus-ähnliche Zuteilung.…
Mohammad Ebrahim, Medizinisch-technischer Radiologieassistent
© Design für Gründer / IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz Zurück Mohammad Ebrahim, Medizinisch-technischer Radiologieassistent Mit der Anerkennung konnte ich anfangen, mein Leben in Deutschland aufzubauen. Aus Syrien brachte Mohammad Ebrahim Berufserfahrung als Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA) mit. Dank der Anerkennung arbeitet er heute in einer Praxis für Strahlentherapie in Neuwied. Mein Tipp Es lohnt sich, dran zu bleiben. Wenn man dabei Unterstützung erfährt, umso besser! Steckbrief Name Mohammad Ebrahim Referenzberuf Medizinisch-technischer Radiologieassistent Ausbildungsland Syrien tätig als Medizinisch-technischer Radiologieassistent Mein Verfahren in Kürze Nach seiner Ausbildung zum Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) arbeitet Mohammad Ebrahim 6 Jahre im Krankenhaus in Aleppo und einer Praxis für Diagnostik. 2016 verlässt er mit seiner Frau Syrien. In Deutschland lernt er Deutsch und besucht die Sprach- und Integrationskurse von Niveau A2 bis C1. Die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung des Jobcenters Mayen-Koblenz berät Mohammad Ebrahim zur Anerkennung und hilft ihm bei der Übersetzung der Zeugnisse. Den Antrag auf Anerkennung stellt er beim Landesamt für Jugend, Soziales und Versorgung Rheinland-Pfalz (LSJV). Für die volle Gleichwertigkeit ist eine Ausgleichsmaßnahme erforderlich, weil ihm Theorie- und Praxisstunden fehlen. Mohammad Ebrahim macht einen Anpassungslehrgang der Märkischen Kliniken Lüdenscheid. Die Finanzierung erfolgt über das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz. Nach bestandener Prüfung erhält Mohammad Ebrahim die Anerkennung als MTRA. Seit August 2020 hat er eine Festanstellung in der Praxis für Strahlentherapie in Neuwied. Meine Geschichte „Anerkennung bedeutet für mich, eine Perspektive für eine neue Zukunft zu haben.“ Menschen helfen, Dankbarkeit erfahren, ihre Genesung beobachten, mit ihnen hoffen und mitfühlen: Erlebnisse wie diese hat Mohammad Ebrahim fast täglich. Der 34-Jährige arbeitet als Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA) in einer Praxis für Strahlentherapie in Neuwied. In Abstimmung mit den Ärzten setzt er Behandlungstherapien um und betreut die Patientinnen und Patienten während ihrer Strahlentherapie. Viele haben eine Krebserkrankung. Mohammad Ebrahim bedient das Instrument der Computertomografie (CT), um Wachstum und Rückgang von Tumoren zu dokumentieren.…
Bilaterale Gesundheitspolitik
Bilaterale Gesundheitspolitik Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit pflegt das BMG direkte Kontakte mit anderen Staaten. Dabei bestehen Kooperationen mit Mitgliedstaaten der EU ebenso wie mit Partnerländern weltweit. Ziele bilateraler Gesundheitspolitik sind Fortschritte in der Gesundheitsversorgung und -förderung. Durch Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch profitieren beide Seiten. Diese Kooperationen umfassen den Austausch mit Nachbarländern, z. B. zu Themen der grenzüberschreitenden Versorgung ebenso wie den mit EU-Mitgliedsstaaten zu Vorhaben und Fragestellungen auf europäischer Ebene. Auch mit den Partnerländern weltweit besteht ein regelmäßiger Austausch zu unterschiedlichsten Themen. Im Zentrum der bilateralen Zusammenarbeit stehen dabei die Staaten, mit denen die Bundesregierung gemeinsame Regierungskonsultationen durchführt (u. a. Frankreich, Vereinigtes Königreich, Polen, Niederlande, China, Indien und Brasilien) sowie Staaten, die aus übergeordneten Gründen im Fokus stehen (z. B. Ukraine). Intensive bilaterale Beziehungen werden zudem mit direkten Nachbarstaaten auf politischer und fachlicher Ebene gepflegt. Zusätzlich unterhält das BMG mit über 40 Staaten strukturierte bilaterale Beziehungen, die auf sogenannte „Gemeinsame Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit“ gestützt sind. Darin werden Kooperationen in konkreten Handlungsfeldern vereinbart. Seiteninhalte Seiteninhalte Beispiele der bilateralen Zusammenarbeit Die Themen und Schwerpunkte der bilateralen Arbeit sind breit gefächert und orientieren sich an den gemeinsamen Interessen. In letzter Zeit waren dies u. a. Pandemievorsorge und -bereitschaft, Herausforderungen der globalen Gesundheitssicherheit, grenzüberschreitende Versorgung, Digitalisierung, Systemlösungen in der Gesundheitsversorgung, Wissenstransfer in Gesundheitsberufen, Fragen der Organisation, Qualität und Finanzierung von Pflege sowie der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Wiederkehrende, etablierte Treffen Treffen der deutschsprachigen Gesundheits- und Sozialminister Einmal im Jahr treffen sich die für Gesundheit zuständigen Ministerinnen und Minister der fünf deutschsprachigen Länder Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz und Deutschland. Der Vorsitz rotiert, die Tagesordnung ist meist von aktuellen Fragestellungen geprägt.…